(Missionsblatt der Lutherischen Kirchenmission 4/2010)
Betty Bär: Erinnerungen
Wolf Warncke
1: Eine „zufällige“ Begegnung mit Pfarrer Hopf.
Eine „zufällige“ Begegnung mit der Geschichte Friedrich-Wilhelm Hopfs ergab sich im Jahr 2003.
Im Januar fehlte dem Tour-Vorbereitungs-Team des Jugendchores Tarmstedt noch ein Konzertort. Im bayrischen Plattling und im hessischen Widdershausen waren bereits Konzerte vereinbart worden. Ein Ort, etwa in der Mitte gelegen, sollte die Tour-Route komplettieren. Wilko Albers guckte auf die Landkarte und im Internet ... und stieß in Mittelfranken auf die Kirchengemeinde in Mühlhausen. Erst als der Jugendchor im Oktober 2003 in Mühlhausen anreiste, stellten die Tarmstedter zu ihrer Überraschung fest, dass die dortige Maria-Killian-Kirche der Ort war, an dem der spätere Bleckmarer Missionsdirektor Friedrich-Wilhelm Hopf seine erste Pfarrstelle innehatte. Im Jahr 1936, so erfuhren es die Chormitglieder, war Friedrich-Wilhelm Hopf nach Mühlhausen gekommen und bis 1951 dort geblieben.
Die 66-jährige Küsterin Betty Bär erzählte den Tarmstedtern von ihren persönlichen Erinnerungen an Pfarrer Hopf. Sie selber habe später auch den Missionsort Bleckmar aufgesucht und kennengelernt. Ganz am Rande einer Konzertreise konnte auf diese Weise Kirchen- und Missionsgeschichte lebendig werden. Weitere Konzertbesuche in den Jahren 2005 und 2009 hielten die Verbindung zwischen dem Jugendchor Tarmstedt und der Kirchengemeinde Mühlhausen aufrechte.
2: Der Gemeindepfarrer Hopf – Die „Mesnerin“ Betty Bär aus Mühlhausen erinnert sich
Betty Bär aus Mühlhausen erinnert sich noch gut an ihren Konfirmanden-Lehrer. „Ja, als Beichtmadl hatte ich Unterricht bei dem Pfarrer Hopf“. Die heute 72-jährige ist als ehrenamtliche Mesnerin (=Küsterin) der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde schon seit Jahrzehnten verbunden. Vor genau 60 Jahren, 1950, ist sie vom landeskirchlichen Nachfolger Hopfs in der Maria-Kilian-Kirche konfirmiert worden. „Da haben wir gebeichtet“, ergänzt sie in ihrem fränkischen Dialekt. Als „Beichtmadli“ war sie 1948 ein Jahr in den „Präparanden-Unterricht“ und ein weiteres Jahr in den Konfirmanden-Unterricht gegangen. Ihren Lehrer und Gemeindepfarrer Friedrich-Wilhrlm Hopf kannte sie schon aus dem Religionsunterricht in der Schule. Von Pfarrer Hopf war sie auch schon getauft worden, im Wohnzimmer zu Hause, da die Kirche 1937 gerade renoviert wurde. „Wir hatten sehr viel Respekt vor ihm“, versuchte Betty Bät das Bild an den Pfarrer wieder wachzurufen. Als strenger Mann sei Hopf ihr in Erinnerung, „eine Autorität“.
Der kirchliche Unterricht fand im Schulzimmer statt, das heute als ganz normales Zimmer im evangelischen Pfarrhaus genutzt wird, Kaum vorstellbar, dass in dieser Enge damals 22 Konfirmanden auf Bänken ihrem Lehrer zwei Stunden lang zuhören konnten. „Ohne Rückenlehnen“ seien die Bänke gewesen und man habe für den Unterricht viel lernen müssen. Pfarrer Hopf habe an einem Pult gestanden und eine Tafel beim Unterrichten genutzt. Wer nicht gelernt hatte, musste nach vorne kommen. Für alle Fälle habe Pfarrer Hopf, wie damals üblich“ ein „Rohrstöckerle“ dabei gehabt, weiß Betty Bär zu berichten. Katechismus, Bibel, Gesangbuch und Schreibzeug habe man zum wöchentlichen Treffen mitbringen müssen. „Mein Mutter war sehr dahinter her, dass ich lerne“, sagt die 72-jährige. Sie sei deshalb immer gut vorbereitet gewesen und der Unterricht habe ihr eine gute theologische Grundlage fürs Leben gegeben.
Als Betty Bär durch die Mühlhausener Kirche geht, leben die Gedanken wieder auf an die damaligen Gottesdienste. Pfarrer Hopf habe „lang und tiefgehend gepredigt“, jedenfalls habe sie das so empfunden. „Die Predigten konnten wir als Kinder natürlich nicht vollends begreifen“, und Kindergottesdienst sei damals noch ein Fremdwort gewesen. Eineinhalb Stunden hätten die Gottesdienste gedauert. „Mindestens“ wie sie schmunzelnd hinzufügt. Besonders im Winter sei das eine Herausforderung gewesen, da das „eiskalte“ Gotteshaus keine Heizung hatte. „Warm anziehen“ sei angesagt gewesen. Einige brachten auch Wärmflaschen mit. Nach den Kirchenbesuchen am Sonntagvormittag ist Betty Bär nachmittags häufig noch zur „Christenlehre“ gegangen. Diese besuchten die konfirmierten Kinder so lange, bis die einige Jahre später zur Berufsschule kamen.
Heute schmunzelt die Rentner über manches, was ihr rückblickend in den Sinn kommt. Die drei Alterbilder des christlichen Künstlers Rudolf Schäfer, die heute eine Besonderheit in der Maria-Kilian-Kirche darstellen sind allesamt während der Amtszeit von Friedrich-Wilhelm Hopf entstanden – in den Jahren 1938 bis 1948. Und Betty Bär ist dafür zuständig, dasss je nach Kirchenjahreszeit das passende Altarbild aufgedeckt wird. Am Heiligen Abend das „Weihnachtsbild“, dass bis Lichtmess bleibt. Zwischen Ostern und Pfingsten das „Offenbarungsbild“. Und zu den übrigen Gottesdiensten das „Abendmalsbild“.
Die Mühlhausenerin freut sich an ihrem Dienst als Mesnerin. Und manchmal bringt der Alltag auch Abwechslungen und Überraschungen. Etwa wenn der Jugendchor zu Besuch kommt und die Kirche „unsicher“ macht. Oder, wie im vergangenen Jahr, als Betty Bär plötzlich bei sich dachte „Ja, das ist doch die Frau Pfarrer Hopf!“ Und richtig, Lydia Hopf, die Ehefrau des ehemaligen Mühlhauser Pfarrers war mal wieder im Ort zu Besuch – ein freudiges Wiedersehen.



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(Zevener Zeitung, 06.05.2010)
Jugendchor nimmt Gäste mit nach Oese
Tarmstedt / Oese Den gut 35 Mitgliedern de Jugendchores Tarmstedt steht ihr jährliches Probenwochenende in der Freizeit- und Begegnungsstätte Oese bevor. Von Freitag bis Sonntag, 28. bis 30. Mai, will sich das Ensemble auf die nächsten Auftritte vorbereiten, Spaß haben und Gemeinschaft pflegen. Und das gerne in Begleitung neuer Mitstreiter. Wer nämlich gern singt und sich vorstellen kann, auf Dauer beim Chor einzusteigen, ist zur Teilnahme eingeladen. Die gemeinsame Zeit in Oese biete die ideale Gelegenheit, sich gegenseitig kennen zu lernen, weiß Heiko Lutz. Schließlich sei auch er so vor wenigen Jahren Mitglied des Chores geworden, erinnert sich der junge Gyhumer. Jetzt gehört er zum Kreis derer, die das Probenwochenende organisieren. Wer teilnehmen möchte, kann sich bei ihm bis Dienstag, 25. Mai, per E-Mail (heikolutz15@hotmail.de) oder nachmittags telefonisch (Tel. 04286/1314) anmelden. Für Schüler und Studenten kostet der Spaß 30 Euro, Auszubildende oder Arbeitslose 40 Euro und Vollverdiener 50 Euro. (bal)


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(Verdener Kreiszeitung, 30.04.2010)
Tarmstedter Jugendchor begeisterte
In St. Petri gab es Applaus für Kirchenlieder, Gospels und Spirituals
Kirchlinteln (rö). Ein musikalischer Genuss war für das Publikum das Konzert des Jugendchores Tarmstedt in der St. Petri Kirche. Die mitreißende Art des Ensembles übertrug sich schnell auf die Gäste. „Der Besuch mit über 120 Personen war seht gut, da es an diesem Wochenende noch viele andere Veranstaltungen gab“, freute sich Hans-Wilhelm Schröder über die Resonanz.
Der Chor war nach 2007 zum zweiten Mal in Kirchlinteln zu Gast. Mit diesem Konzert endete hier die Tournee mit dem Songprogramm „Mittendrin“, die das Ensemble im Herbst des vergangenen Jahres in verschiedenen Gegenden von Deutschland führte. Wie in Kirchlinteln gab es überall voll besetzte Gotteshäuser und das Ensemble begeisterte und beeindruckte die Zuhörer. Zum Repertoire des etwa 40-köpfigen Chores zählen geben modernen Kirchenliedern auch Gospels, Spirituals sowie klassische Lieder. Eröffnet wurde der Konzertabend mit einem Zulu-Song, wobei der Chor langsam in den Altarraum ging, rhythmisch begleitet von der Percussionsgruppe.
Nach zwei Zugaben beendete der Chor das mit viel Beifall belohnte Konzert.


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(Tarmstedter Magazin, Dezember 2009)
"Mittendrin" in Deutschland
Jugendchor Tarmstedt war auf seiner 16. Konzertreise unterwegs
Tarmstedt (Heiko Meyer) Rund 30 Sängerinnen und Sänger des Jugendchores Tarmstedt brachen im Oktober zu einer Konzertreise quer durch Deutschland auf. Mit dem ganz neu aufgelegten Programm „Mittendrin“ im Gepäck ging es zunächst nach Clenze im Wendland. Vor dem Auftritt feilte der Chor noch einmal am Ablauf und an den einzelnen Liedern. Außerdem galt es, die Technik zu checken und die Akustik auszuprobieren, bevor ein neues „Mittendrin“ Premiere feierte – Lampenfieber inklusive! Die Zuschauer begrüßten die Tarmstedter schon beim Betreten der Kirche mit Beifall und zeigten sich als Publikum, das interessiert mitging. Zwei Zugaben rundeten das Konzert ab. Durchatmen allerseits. Der wichtige „Startpunkt“ für die Tour war geschafft.
In den Privatquartieren rund um Clenze bot das gerade erlebte Konzert genügend Gesprächsstoff, bevor ein aufregender erster Tag zu Ende ging. Die Kirchengemeinde überraschte den Jugendchor am nächsten Morgen mit einem Gemeindebrunch, dann steuerte Busfahrer Lutz sein Gefährt nach Wriedel im Landkreis Uelzen.
In den folgenden Tagen stellte sich eine gewisse Routine ein: Rein in den Bus – auf zum nächsten Konzertort – raus aus dem Bus – auspacken – aufbauen – Tee/Kaffee trinken – proben – Abendessen – Konzert – abbauen – Quartierverteilung. Jede/r Tourteilnehmer/in hatte mindestens eine spezielle Aufgabe übernommen.
Am Ende der weitesten Strecken der Konzertreise wartete am Montag nach 380 km die schöne, moderne Kirche in Berlin-Zehlendorf. Nach dem Konzert in Klitten in der Oberlausitz freuten sich die Chormitglieder auf eine Nachtfahrt ins nächste Quartier. Statt in Privatquartieren landeten die Tarmstedter gegen Mitternacht „hundemüde“ im 130 km entfernten Krummenhennersdorf. Das „Haus zur Grabentour“ mit seinem schönen Freizeitheim bot den idealen Rahmen für einen freien Tag. Einige „Chories“ machten das nahe gelegene Freiberg unsicher. Andere nutzten die hügelige Landschaft des beginnenden Erzgebirges zu Spaziergängen und zum Ausspannen. Auf den „Bunten Abend“ freuten sich die Tarmstedter schon, denn Spiele und lustige Beiträge bedeuteten Abwechslung und „Tapetenwechsel“ inmitten der Tournee.
Am Donnerstag wartete Mühlhausen in Mittelfranken. Erste heimatliche Gefühle kamen auf, als der Chor mit dem Auftritt in Brunkensen bei Alfeld wieder niedersächsischen Boden unter den Füßen hatte. Konzerte in Springe und Isernhagen bildeten den Abschluss der diesjährigen Rundreise.
Als der Bus wieder in Tarmstedt einrollte, warteten viele Eltern, Freunde und Bekannte – unter ihnen auch Busfahrer Klaus Senf, der den Chor zehn Jahre lang auf seinen Touren gefahren hatte. Sie aller erlebten ein kurzes Minikonzert des Jugendchores und freuten sich, gleichzeitig etwas „Tour-Atmosphäre“ schnuppern zu können. Konzertbesucher hatten während der Reise vielfach nette Kommentare parat: „Ich bin froh, dass ich das Konzert mit euch erleben durfte!“ „Danke für alles!“ Auch der rege Verkauf der dieses Jahr erschienenen CD „Mittendrin“ während der Tour zeigte, dass vielen Besuchern das Programm gefallen hat.
Natürlich freut sich der Jugendchor sehr darüber, wenn weitere junge oder junggebliebene Menschen Interesse bekommen haben. „Wir proben jeden Sonntag zwischen 18 Uhr und 19.45 Uhr im Gemeindehaus der Salemsgemeinde in Tarmstedt und laden alle ab 14 Jahren ein, vorbeizuschauen“, so Chorleiter Wolf Warncke. Gerade die altersgemischte Gruppe mache die Proben und Konzerte zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis.
Das nächste Konzert des Jugendchores findet in der St.-Viti Kirche in Zeven am Sonntag, 17. Januar 2010 um 18.00 Uhr statt. (Benefiz-Konzert zu Gunsten der Kivianstiftung). Weitere Informationen finden Sie unter www.jugendchor-tarmstedt.de.


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(Salemsbote Nr. 175, Dez. 09 / Jan. 10, Tarmstedt)
Mittendrin in einer Zeitreise...
Tarmstedt (Nicole Behne) Der Jugendchor sang am 31. Oktober 2009 sein 250. Konzert und feierte seinen 16. Geburtstag- und das alles in der heimischen Salemsgemeinde, wo alles begann.
Ich konnte es mir noch lebhaft vorstellen, was kurz vor Konzertbeginn im Gemeindehaus in etwa abging: das letzte Proben, die Aufregung, wird alles gut klappen? Am Ende das Gebet und die Bitte um den Segen Gottes für dieses besondere Konzert und schon geht’s los. Der Einzug mit „Wana Baraka“, einem mir noch gut bekannten Stück, in eine bis zum letzten Platz gefüllte Kirche. Erwartungsvolle Augen und Ohren im Publikum, erwartungsvolle Augen der Sängerinnen und Sänger. Sind bekannte Gesichter dabei? So manches Lächeln wird hin und her gesendet....
... und schon sind wir mittendrin. Mittendrin im Konzertprogramm, mittendrin in Gottes froher lebendiger Botschaft und mittendrin in deutschen und englisch gesungenen Liedern. Auch wir als gesamte Zuhörerschaft dürfen wieder mitsingen, bei zwei Zuhörerliedern. Das bringt immer Bewegung ins ganze Geschehen und lockert alles gut auf. Es ist immer sehr besonders, wenn die Lieder und Texte selber von einem Chormitglied getextet und komponiert wurden. So war das Lied „Mittendrin“ sehr passend, denn auch die Dirigentin stand fast mittendrin im Getümmel.
Das Anspiel war inhaltlich gut auf das Gesamtprogramm abgestimmt und unterstrich die Wichtigkeit der Botschaft von Versöhnung und menschlichem Miteinander, in einer erkalteten, lieblos werdenden Gesellschaft.
Unter der bunt gemischten Zuhörerschaft bin ich nicht die einzige ehemalige Mitsängerin des Jugendchores gewesen. Etliche ehemalige Sänger und Sängerinnen waren bei diesem Jubiläum dabei.
Im anschließenden gemütlichen Beisammensein gab es so manches freudige Wiedersehen! Wolf, Ewald, Tina & Thorsten wurde ein wunderschönes selbstgeschriebenes Lied als großes Dankeschön gesungen. Sie haben als Leiter diesen Jugendchor seit Jahren Leben eingehaucht und ihn zu dem gemacht, was er heute ist!
Macht weiter so, bringt die Botschaft von JESUS in die Welt und seid gesegnet mit überreicher Liebe füreinander und für alle, die Euch hören!
Für mich persönlich war das Konzert wie eine Reise in alte Zeiten. Es hat mich an viele gute Erfahrungen und Erlebnisse erinnert, die ich mit dem JCT erleben durfte...
Viel Segen und herzliche Grüße, Eure Nicole Behne


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(Salemsbote Nr. 175, Dez. 09 / Jan. 10, Tarmstedt) Jugendchor Tarmstedt auf Tour

Tarmstedt (Christina Schröder) Am Tag der Deutschen Einheit sollte es wieder so weit sein: Der Jugendchor Tarmstedt packt seine sieben Sachen, um mit dem derzeitigen Programm ‚Mittendrin’ auf Tour zu fahren. So krochen wir Sänger und Sängerinnen am 3. Oktober aus unseren Löchern um gemeinsam loszuziehen. Auch auf die Busfahrten freuten sich viele von uns, denn schließlich konnte man nun endlich die ‚Black Box’, eine Art interner Briefkasten, der (mehrmals) täglich geleert wird, nutzen. Dazu sollte das allseits beliebte Reimen während, vor und nach den Fahrten erneut aufleben und uns viel Spaß machen. Nachdem wir alles eingepackt hatten und wir eine kleine Andacht in der Kirche hielten, ließ unser treuer Busfahrer Lutz seinen Bus an und kutschierte uns in das etwa 175 km entfernte Clenze.
Die Kirche zu Clenze wollten wir abends also füllen mit unserem Gesang,
im Nachbarort Gistenbeck verwöhnte man uns hingegen mit Speis und Trank.


Vor dem Konzert stärkten wir uns erst einmal mit Kartoffelsalat und Bockwürstchen – ein solches Essen sollte uns auch noch an den folgenden Abenden begegnen. Nach unserem Auftaktkonzert, mit dem wir mehr als zufrieden waren, wurden wir den Quartiergebern zugeteilt, von denen wir sehr gastfreundlich empfangen wurden. Am nächsten Morgen besuchten wir den Gistenbecker Gottesdienst – einige von uns unterstützten den Posaunenchor, wir sangen noch ein paar Lieder vor und lauschten Pranges Predigt. Nach dem gemeinsamen Essen stiegen wir wieder in den Bus und fuhren weiter.
Wriedel sollte nun unser Ziel sein,
dort werden wir auf die Bäslers treffen – ach wie fein.


Nach nur etwa 60 km kamen wir dort an und wurden sehr herzlich begrüßt. Der übliche Ablauf eines Konzerttages begann: Bus ausräumen – Musikanlage, Podeste, Instrumente, usw. aufbauen – Kaffee & Kuchen verzehren (Burkard blieb währenddessen meist in der Kirche und machte den Soundcheck) – Probe – Abendessen – Konzert – Quartierverteilung. Am nächsten Morgen ging uns Sängern nur noch ein Gedanke durch den Kopf: ‚Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!’
Nach Berlin – Zehlendorf wollten wir nun hin und zwar geschwind,
drum brachte uns der Lutz dorthin beinahe so schnell wie der Wind.


Nach einer etwas längeren Busfahrt von circa 380 km gaben wir nun also am Montagabend in unserer Hauptstadt ein Konzert.
Am Dienstag wurden wir empfangen in Klitten,
dort wurden wir verwöhnt und mussten um nichts bitten.


Obwohl einige der Tarmstedter Gemeindemitglieder diese Partner-gemeinde vor Kurzem in Sachsen besuchte, schienen die Klittener noch nicht genug von uns zu haben: So verwöhnten sie am Nachmittag unsere Gaumen mit reichlich leckeren Kuchen und abends mussten wir auch nicht am Hungertuch nagen. Nach dem Konzert reisten wir schon wieder ab, da wir noch diese Nacht im ‚Haus zur Grabentour’ nächtigen wollten. Allerdings wurde die Fahrt dorthin unterbrochen, da uns aus Klitten eine Posaune und auch andere von uns vergessene Dinge nachgebracht wurden. Nicht nur wegen den bisher schon erlebten schönen Konzerten hatten wir allen Grund zu feiern, sondern auch wegen einem anstehenden 25. Geburtstag. Deshalb sangen wir um Mitternacht Sebastian Reineke ein Ständchen. Mittwoch, unseren ‚Freien Tag’, verbrachten wir in Krummen-hennersdorf. Einige schauten sich das nahe gelegene Freiberg an und später verbrachten wir noch ein paar gemeinsame und sehr lustige Stunden im Rahmen des ‚Bunten Abends’.
Mit neuer Kraft und ohne Murren,
brachte nun unser Lutz seinen Bus wieder zum Surren.


Nach 270 kilometerlanger Fahrt in Richtung Bayern kamen wir bei den Franken in Mühlhausen an.
Weiter zogen wir am nächsten Morgen und landeten schließlich wieder im Norden.
Abends sangen wir in Brunkensen - einem kleinen Dorf, welches von weiteren noch kleineren Dörfern umgeben ist. Den nächsten Tag starteten wir wieder mit einem Geburtstagsständchen, denn Kathrin Ilper wurde 20 Jahre alt.
Völksen sollte nun am Samstag unser Konzertort sein,
aber vorher machten wir noch einen Abstecher nach Hildesheim.


Schon oft waren wir bisher in Völksen und wurden auch dieses Mal herzlich empfangen.
Die Quartiereltern waren am nächsten Morgen nun aber nicht sehr zu beneiden,
denn auch sie mussten wegen unseres Treffens um 6.15 Uhr in aller Frühe mitleiden.


Kaum haben sich die ersten Sonnenstrahlen gezeigt, saßen wir im Bus und wurden zu der Gemeinde in Hannover- Isernhagen gefahren. Nach dem morgendlichen Gottesdienst-Konzert durften wir uns an einem leckeren Buffet satt essen. Satt und zufrieden stiegen wir wieder in den Bus, hielten aber auf unseren Heimweg noch kurz bei Onkel und Tante von unserem Busfahrer Lutz und sangen ihnen das eine oder andere Liedchen anlässlich ihrer Geburtstage.
Von Bekannten und Verwandten wurden wir schließlich in Tarmstedt empfangen,
mit einem Minikonzert wollten wir uns bedanken, in dem wir ein paar Lieder sangen.


So ging unsere Tour’09 also allmählich zu Ende und wir verabschiedeten uns im Gemeinde-saal voneinander. Draußen goss es wie aus Eimern, doch unsere Laune ließ sich davon nicht drücken – denn eines wollten wir nicht vergessen: Es war eine tolle und gelungene Jugendchortour mit viel Freude und Harmonie und vor allem mit dem richtigen Begleiter, unserem stetigen Beschützer und Helfer, an unserer Seite, der uns mit diesen tollen neun Tagen reich beschenkt hat.


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  Die Salemskirche war proppevoll, als der Tarmstedter Jugendchor die ersten Lieder anstimmte. Beim 250. Auftritt präsentierten die zirka 30 Sängerinnen und Sänger dem Publikum einen Querschnitt aus ihrem aktuellen Repertoire. Das reicht von klassischen Stücken aus der Romantik über moderne Kirchenliedern bis zu Gospels und afrikanischen Liedern. Beim Konzert, mit dem der Chor seinen 16. Geburtstag feierte, herrschte eine fröhliche Stimmung, das Publikum ging spontan mit. "Sehr schön" fand's Kurt Böschen, der etliche Konzerte des Jugendchors miterlebt hat. "Mittendrin" hieß das Programm, wie immer bezog der Chor die Zuhörer ein und animierte sie zum Mitsingen. Auch für die Chormitglieder sei es ein besonderes Erlebnis gewesen, betonte Chorleiter Wolf Warncke.


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(Zevener Zeitung, 02.11.2009)
Doppeljubiläum im vollen Gotteshaus
TARMSTEDT. Ein Konzert mit Stehplätzen und sitzenden Zuhörern auf den Gängen vermutet normalerweise niemand in einer Kirche. Doch zum auf den Tag genau 16. "Geburtstag" des Jugendchors Tarmstedt strömten mehr Zuschauer in die Salemskirche als eigentlich passten. Knapp 200 Zuhörer wurden von Isving Janssen aus dem Moderatorenteam begrüßt. "Schön, dass ihr alle Mittendrin mit uns sein wollt."
Verkleidet und mit ansteckender Heiterkeit spielten diese beiden Chormitglieder zwei schrullige Damen.
Neben dem Heimspiel dürfte es das Doppeljubiläum gewesen sein, das den enormen Andrang verursachte. Denn neben dem 16. "Geburtstag" galt es auch das 250. Konzert des erfolgreichen Sanges-Ensembles zu feiern.
Im Oktober war trat die Formation bereits achtmal an verschiedenen Orten in Deutschland aufgetreten. "Heute ist das erste Konzert nach der Tour. Das ist immer aufregend. Zwar etwas unsicher, aber schön", verriet Dirigentin Isving Janssen dem Publikum. Gemeinsam mit Chorleiter Wolf Warncke sowie Thorsten und Kristina Gerdes dirigierte sie den Chor abwechselnd.
Die 30 Sänger zogen mit beschwingten afrikanischen Klängen auf den Lippen in die Kirche ein und formierten sich vor dem Altar. Den Auftakt machte "Wana Baraka", das seinen Ursprung in der unverkennbaren traditionellen kenianischen Musik hat. Als zweites Stück bot der Chor, in leicht veränderter Aufstellung, das von ihrem Mitglied Kristina Gerdes verfasste Stück "Bei Dir", bevor mit "Lord, If I Got my Ticket" ein traditioneller Spiritual folgte. Der Chor wurde bei den Stücken abwechselnd von Trompeten, Posaunen, einem Keyboard und Trommeln unterstützt.
Zwischendurch wurden wieder heitere Sketche aufgeführt – ein Bestandteil Jugendchor-Programme seit der ersten Stunde. Diesmal ging es um die Talkshow "Mittendrin". Dabei schlüpften Chormitglieder verkleidet in verschiedene Charaktere und spielen Kurzweiliges und Nachdenkliches aus dem Alltag. Es traten auf die gastgebende Talkmasterin, zwei ältere und ebenso schrullige wie lustige Damen, eine selbstbewusste Erfolgsmanagerin und der solide Fred.
Auch eine weitere Tradition wurde fortgeführt. Das Publikum war bei zwei Stücken aufgefordert mit einzustimmen – bei "Kommt, lasset uns singen" und dem Titelstück "Mittendrin". Texte und Noten fanden die Besucher im umfassenden Konzertheft.
Nach den beschwingten Stücken, die eingangs aufgeführt wurden, folgten mit "Benedictus", "Santo" und "Agnus Dei" drei ruhige geistliche Lieder. Im weitere Verlauf wurde es mit dem Zulu-Stück "Uyingcwele Baba" wieder rhythmischer und abschließend mit dem kubanischen "De camino al La Vereda" hielt sogar karibisches Flair Einzug in die Salemskirche.
Dass das Wirken des Chores auch in anderen Gemeinden Anerkennung findet, belegt ein Brief von Wilstedts Pastor Norbert Hintz, aus dem Isving Janssen zitierte. Hintz lobte die Sänger und nannte sie eine "Bereicherung, auch für die Kirchengemeinde in Wilstedt".
Daran dürfte im begeisterten Publikum kaum Zweifel aufgekommen sein. Dennoch waren die Besucher nach dem Jubiläumskonzert aufgefordert, auf Evaluationsbögen nicht nur Lob, sondern auch Kritik zu äußern. Schließlich will der Chor auch in den nächsten 16 Jahren Gewähr leisten für mitreißende Auftritte.


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(Evangelische Zeitung, 01.11.2009)
Tarmstedter Chor: Mittendrin und voll dabei
Neues Programm setzt auf musikalische Vielfalt und thematische Akzente Tarmstedt. Trompeten und Posaunen schmettern los, die Moderatorin betritt schwungvoll den Altarraum. Die Talkshow "Mittendrin" kann beginnen. Präsentiert werden eine Erfolgsmanagerin, zwei ältere Damen und der solide Fred; Thema sind Erfolg und Misserfolg, Scheitern und Versöhnung. Diese inszenierte Talkshow ist das thematische Kernstück des inzwischen 16. Tournee-Programms des Tarmstedter Jugendchores. Darum herumgebaut sind moderne Kirchenlieder, Gospels, afrikanische Lieder und Choräle. Nach gutem alten Brauch dürfen die Besucher bei zwei Liedern mitsingen. Ein kleines Orchester begleitet die Lieder mit Instrumenten wie Klavier, Gitarren, Geige, Flöte und Querflöte, Blasinstrumenten und Percussion. Acht Konzerte hat der Chor in der ersten Oktoberhälfte an neun Tagen im Wendland, Landkreis Uelzen, Berlin, in der Oberlausitz, Mittelfranken und Südniedersachen absolviert. Jetzt stehen Termine in den Landkreisen Rotenburg/Wümme und Osterholz sowie in der Hansestadt Bremen an.
Der nächste Termin ist Sonnabend, 14. November, 19.30 Uhr in Bremen-Stuhr in der Klosterkirche.
Jugendchor Tarmstedt
"Diese Tournee und deren Organisation ist ein Gemeinschaftsprojekt. Jedes Chormitglied übernimmt mindestens eine der vielen Aufgaben", so Chorleiter Wolf Warncke. Das gelte aber auch für die kommenden einzelnen Auftritte im Herbst und Winter. Warncke zufolge gehörten bei der Tournee mindestens zwei Feedbackrunden dazu. "Da kann mal Dampf abgelassen werden." Wie in der vergangenen Saison trägt auch dieses Mal das Programm des Chores das Motto "Mittendrin". Dabei gehe es darum, was es "für uns und unser Miteinander bedeutet, dass wir bei Gott mittendrin sind", sagt Isving Janssen vom Moderationsteam.


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(Wümme-Zeitung, 30.10.2009)
"Wir sind eben ein Slow-Food-Chor"
Drei Mitglieder des Jugendchors Tarmstedt sprechen über Alter und Auftritte, Pannen und Ohrwürmer

Jugendchor Tarmstedt Tarmstedt. Morgen, am Sonnabend, 31. Oktober, gibt der Jugendchor Tarmstedt sein 250. Konzert und feiert zugleich seinen 16. Geburtstag. Dass die Frauen und Männer noch genauso gerne singen wie am ersten Tag, wird im Gespräch mit Chorleiter Wolf Warncke, Karin Müller vom Chor-Rat und Dirigentin Kristina Gerdes deutlich. Mit ihnen unterhält sich Undine Zeidler über das quirlige Chorleben.

Haben Sie heute schon gesungen?
Kristina Gerdes: In der Schule.
Karin Müller: Im Auto (lacht).
Wolf Warncke: Nein, aber ein Lied gesummt, das letzte Lied aus der Probe gestern. Das ist der berühmte Ohrwurm.

Wo singen Sie am liebsten?
Gerdes: Wenn man in eine Kirche geht, die eine ganz große Geschichte erzählt, und mit dem Chor ganz spontan zwei oder drei Stücke singt – das ist ergreifend. Zum Beispiel in der Gedächtniskirche in Berlin oder in der Thomaskirche in Leipzig.

Der Jugendchor ist bereits in allen 16 Bundesländern aufgetreten. Gibt es noch Traumziele?
Gerdes: Ein Traum von mir ist die Frauenkirche in Dresden, nicht für ein Konzert, sondern nur für eine Akustikprobe.
Warncke: Es wäre toll in einer Tropfsteinhöhle, mit dem tropfenden Wasser. Das hat einen ganz besonderen Klang, Naturklang.

Wolf Warncke, wie kam es zur Gründung des Jugendchors Tarmstedt?
Hier hatten junge Leute einen Chor aus Amerika auf Deutschlandtournee erlebt. Dann entstand diese Idee: Mensch, das müsste man auch mal machen. Es ergab sich, dass wir uns mit fünf oder zehn Leuten zusammengesetzt und gesagt haben, dass wir einfach so einen Chor gründen und nächstes Jahr auf die Reise gehen.

Erinnern sie sich noch an die erste Probe?
Warncke: Wir haben uns zusammengefunden und tatsächlich am 31. Oktober mit der ersten Chorprobe gestartet. Wir wussten überhaupt nicht, wie viele Leute kommen. Wir waren 15.

Heute sind rund 40 Mitglieder, wie sieht es eigentlich mit dem Männeranteil dabei aus?
Warncke: Ich schätze im Moment 16 Männer und rund 22 Frauen.

In anderen Chören sieht es anders aus. Was ist ihr Geheimnis?
Warncke: Männerstimmen sind konstanter, wenn sie die Angst vor der eigenen Stimme überwunden haben.
Müller: Es waren von Anfang an relativ viele Männer im Chor. Da ist es leichter für neue Männer dazuzukommen.

Welche Voraussetzungen muss man heute mitbringen, um im Jugendchor mitzusingen?
Müller: Es gibt keine Voraussetzungen. Wir sind offen für alle Leute, egal ob sie Noten lesen können oder ein Instrument spielen. Sie müssen auch nicht vorsingen. Das macht das Ganze locker. Ich wäre damals wahrscheinlich nicht in den Chor gegangen, wenn ich hätte vorsingen müssen.

Inzwischen besteht der Jugendchor seit 16 Jahren. Haben Sie schon einmal über eine Trennung in die Jugend und die Älteren nachgedacht?
Warncke: Von Außenstehenden wurde uns schon der Vorschlag gemacht, um Neuen den Einstieg zu erleichtern. Von der Theorie her ist das ein ganz verlockender Gedanke.
Gerdes: Für mich wäre das das Ende der Gemeinschaft. Der Jugendchor ist für mich altersübergreifend, ökumenisch und offen.
Müller: Das würde den Chor kaputt machen.
Gerdes: Wir haben einen ganzen Haufen Jugendlicher dazu gekriegt in den letzten Jahren. Wir haben eine stabile Mitte, einige Ältere, und es funktioniert. Jeder hat seinen Platz.

Der Name Jugendchor, der Auftritt im Internet – sind Sie ein moderner Chor?
Gerdes: Ich würde schon sagen, dass wir ein moderner Chor sind, der sich aber auch auf alte Werte besinnt.
Müller: Die Grundlagen verändern sich nicht, aber wir entwickeln uns weiter.
Warncke: Wir sind ja in einer Fast-Food-Zeit, wo alles sehr schnelllebig ist. Vielleicht möchten wir gerade da unseren Chormitglieder zumuten, nachhaltig geduldig zu wirken. Weil wir keine kurzfristigen Projekte machen. Das hat alles einen sehr langen Atem. Wir sind eben ein Slow-Food-Chor.

Wie definieren Sie in Ihrem Chor "Jugend"?
Gerdes: Wir machen keine Beschränkungen. Alle die wollen, können mitmachen. Der Name ist halt nicht mitgewachsen.
Müller: Man kann dieses "Jugend" auch gut auf die Musik beziehen.
Warncke: 80 oder 90 Prozent der Lieder sind in den letzten Jahrzehnten entstanden.

Jedes Jahr ein neues Programm, gehen dem Chor irgendwann die Lieder aus?
Gerdes: Es wird tatsächlich von Jahr zu Jahr schwieriger.
Müller: Es wurden auch schon Lieder selbst geschrieben.

Sie haben also Komponisten in Ihren Reihen?
Warncke: (weist auf Gerdes) Die eine ist da.
Gerdes: Es ist für mich immer ein Highlight, wenn der Chor dann Stücke von mir singt. Das ist unheimlich toll und nicht selbstverständlich.
Warncke: Das ist immer ein Wagnis. Man gibt immer viel von sich selbst sehr viel rein und man weiß nicht 100-prozentig, ob der Chor das annimmt.

Gibt es eine Musikrichtung von der Sie sagen, die machen wir nicht?
Gerdes: Wir machen keinen Rap. Wir würden es nur reinnehmen, wenn wir damit eine Botschaft rüberbringen wollen.

Sie sagen Botschaft, gibt es bestimmte Botschaften, die der Chor transportieren möchte?
Gerdes: Generell ist es die christliche Botschaft. Jedes Programm hat einen inhaltlichen thematischen Schwerpunkt, der durch Lieder, Moderation und Anspiel aufgegriffen wird. Die aktuelle Botschaft in diesem Programm ist Nächstenliebe. Uns ist ganz wichtig: Wir sind nicht, wenn man es ganz krass sagt, die "Halleluja-Schreier". Wir lassen es als Angebot für die Leute stehen, wenn wir von Jesus Christus berichten und von Gott.

Erinnern Sie sich an Auftrittspannen?
Gerdes: Bei einem Konzert hatten wir ein Anspiel, da sind lauter Sachen schief gelaufen. Dann sind die Stühle nach und nach von unserem Podest gekippt. Der Notenständer ist umgefallen (lacht) und die Zuschauer haben natürlich auch gemerkt: Mensch, das ist nicht unbedingt so geplant, wenn da die halbe Bühne wegbricht.
Warncke: Während der ersten Tour hatten wir ein Konzert, da mussten wir kollektiv während des Anspiels lachen. Dann brach das Anspiel kurzzeitig zusammen. Das hätte eigentlich nicht passieren sollen. Das ist aber jetzt mit dem Alter einfach anders.

Ist der Jugendchor dem zufolge jetzt ernsthafter geworden?
Gerdes: Nein, ernster würde ich gar nicht sagen. Wir überlegen auch, warum die Konzerte so gut laufen, ohne dass im Konzert vieles schief geht. Es wird wohl an der Routine liegen. Da kann man auf den Chor total bauen.
Warncke: Die letzte Probe war aber ausgerechnet eine ganz alberne. Wir hatten einen 87-jährigen Gast, der wollte sehen, was wir machen. Und wir haben wegen jeder Kleinigkeit angefangen zu lachen. Das steckt dann den Dirigenten auch an.

Der Tarmstedter Jugendchor
Einmal um den Äquator ist der Jugendchor Tarmstedt schon gereist - 40 000 Kilometer führten ihn durch alle 16 Bundesländer, mit Abstechern nach Polen und Tschechien. In 130 Orten haben die Tarmstedter das Publikum begeistert. Zu seinem 250. Konzert kehrt der Tarmstedter Jugendchor in seinen Gründungsort zurück: Für den morgigen Sonnabend, 31. Oktober, lädt er zu seinem aktuellen Programm "Mittendrin" in die Salemskirche in Tarmstedt ein. Ab 19.30 Uhr erlebt das Publikum eine Talkshow, eine Erfolgsmanagerin, zwei ältere Damen, den soliden Fred und natürlich jede Menge Musik. Die Lieder handeln von Erfolg und Misserfolg, Scheitern und Versöhnung.


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(Zevener Zeitung, 27.10.2009)
Jugendchor: Heimspiel zum Jubiläum
Jugendchor Tarmstedt
Tarmstedt. Der Tarmstedter Jugendchor gibt am kommenden Sonnabend, 31. Oktober, sein 250. Konzert. Es findet in der Salemskirche statt und beginnt um 19.30 Uhr. Kernstück des aktuellen Programms aus modernen Kirchenliedern, Chorälen, Gospels und afrikanischen Songs ist eine inszenierte Talkshow. Es geht um Erfolg und Misserfolg, Scheitern und Versöhnung, heißt es in einer Pressemitteilung. Begleitet werden die Sänger von einem kleinen Orchester. Der Eintritt zu dem Jubiläumskonzert ist frei, es wird aber um eine Spende gebeten für eine neue Kirchenorgel.



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(Wümme-Zeitung, 23.10.2009)
Tarmstedter Jugendchor begeistert Tourneepublikum
Tarmstedt. Acht Konzerte in neun Tagen: das war das Pensum, das der Jugendchor Tarmstedt bei seiner 16. Tournee zu bewältigen hatte. Jan Dittmers, der seine Premiere als Tourneesänger feierte, hatte denn auch nach der Rückkehr nur ein Wort für das Erlebte: "Super". Über 1700 Kilometer legten die rund 30 Chormitglieder zurück und unterhielten ihr Publikum in Clenze, Wriedel, Berlin, Klitten, Mühlausen in Bayern sowie Brunkensen, Völksen und Hannover. Dabei waren vor allem die Kirchen in Clenze, Wriedel und Völksen besonders gut besucht.
In bester Erinnerung ist Sängerin Carina van den Enk allerdings das Konzert in Mühlhausen geblieben. "Dort war die Stimmung am besten, das hat mir gut gefallen", erzählte sie nach Abschluss der Konzertreise. "Wenn das Publikum mitgeht, macht es gleich noch mehr Spaß."
Bereits im Vorfeld hatte das sechsköpfige Tourteam alle Hände voll zu tun gehabt, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu organisieren. Mit Erfolg, sagt van den Enk rückblickend. "Mir hat es sehr gut gefallen, wegen der verschiedenen Aufbaugruppen ist vieles stressfreier gewesen als in vergangenen Jahren", sagt die 17-Jährige, die nun zum dritten Mal mit dem Chor auf Tour durchs Land unterwegs war. Sie lobte das Gemeinschaftsgefühl und dass alle Hand in Hand mit angepackt hätten. Das habe sie gemerkt, weil einfach mehr Zeit war - und das nicht nur an dem konzertfreien Tag, den die Gruppe im erzgebirgischen Krummhennersdorf verbracht hat.
Jugendchor Tarmstedt
Lob gab es auch von Chorleiter Wolf Warncke, der die Tour durch vier Bundesländer als harmonisch bezeichnete - sowohl in der Gruppe als auch mit den Gasteltern und Konzertbesuchern. "Die Gruppe hat die Tour als Herausforderung angenommen und bestanden - und das, obwohl man sich als Gruppe während einer Reise erst zusammen finden muss", lautet Warnckes zufriedenes Urteil.
Offensichtlich teilen auch die Konzertbesucher dieses Harmonieempfinden, wie im Gästebuch auf der Chor-Internetseite nachzulesen ist. "Die Franken danken", heißt es hier zum Beispiel aus Mühlhausen, "es hat viel Freude gemacht, Euch zuzuhören und Eure Begeisterung für die Lieder, die Musik zu sehen und zu spüren. Danke, dass Ihr wieder bei uns gewesen seid!! Ich hoffe, Ihr kommt wieder !!!! Bis dann kann man sich ja mit der CD 'über Wasser halten'." Neben Lob habe es aber auch Anregungen von den Konzertbesuchern gegeben, schildert Warncke.
Schon im Vorfeld hatten Dittmers und van den Enk von der ganz besonderen Stimmung während der Tour geschwärmt - und dieser Stimmung konnte sich offenbar auch Busfahrer Lutz Lindner, der den Chor zum fünften Mal begleitet hat. Lindner habe sich, erzählt Warncke, beim Auftritt in Völksen einfach zum Chor gestellt und mitgesungen - vom Chor wurde diese "mutige Aktion" mit Jubel quittiert. Und weil sowohl für Carina van den Enk als auch für Jan Dittmers die Erwartungen mehr als erfüllt wurde, gibt es auch, was die nächste Chorreise betrifft, keine Zweifel. Beide antworten auf die Frage, ob sie nächstes Jahr wider mit dabei sind, unisono kurz und bündig: "Ja!"

Von Ulrike Prange



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(Zevener Zeitung, 17.10.2009)
Wenn ein Bischof der Gastgeber ist
Tarmstedt. Mit einem Bündel neuer Erfahrungen, Erlebnissen und Eindrücken, aber auch ein wenig erschöpft sind rund 30 Sängerinnen und Sänger des Jugendchores Tarmstedt von ihrer 16. Deutschland-Tournee zurückgekehrt. Acht Konzerte an neun Tagen standen auf dem Programm. Der 15-jährige Jan Dittmers war erstmals als Sänger mit von der Partie, nachdem er im vergangenen Jahr schon als "Tour-Begleiter" dabei gewesen war.
Tourstart war in Clenze im Wendland, dann ging es über Wriedel (Landkreis Uelzen) nach Berlin, Klitten in der Oberlausitz, Mühlhausen in Mittelfranken, Alfeld-Brunkensen, Springe-Völksen nach Hannover-Isernhagen. Vorbereitet wurde die Reise von sechs Chormitgliedern. Die Auftritte fanden alle in Kirchen statt. Die unterschiedliche Akustik in den Gotteshäusern zu erleben, war für alle Teilnehmer interessant. In Hildesheim gab es bei einem Zwischenstopp zudem die Möglichkeit zu einer Akustikprobe in der riesigen Klosterkirche St. Michaelis. Drei Chorsätze wurden spontan "angetestet", teilte Chorleiter Wolf Warncke mit.
Jugendchor Tarmstedt
Die Konzerte in Clenze, Wriedel und Völksen waren besonders gut besucht. Die von den Besuchern auf Zetteln geschriebenen "Konzertechos" fielen überwiegend positiv aus, gaben aber ebenso gute Anregungen.
In Krummenhennersdorf am Rande des Erzgebirges stand für die Gruppe aus Tarmstedt ein konzertfreier Tag an. Das romantisch gelegene Freizeitheim war ideal, um den angespannten Stimmen Erholung zu geben, Schlaf nachzuholen und körperliche Bewegung zu ermöglichen.
Jugendchor Tarmstedt
Übernachtet hat der Jugendchor überwiegend in Privatquartieren. Dort haben die Tarmstedter viel Gastfreundschaft erlebt. Ein Ehepaar überließ sogar das eigene Schlafzimmer den Gästen und nächtigte in der Stube. Eine unterhaltsame Anekdote: Zwei Tenorsängern wurde in Berlin gesagt, sie würden "beim Bischof" übernachten. Die Sänger dachten, es handelte sich um das Ehepaar Bischof – um dann zu erfahren, dass sie tatsächlich bei einem emeritierten Bischof und dessen Frau untergekommen waren.
Als das Ensemble wieder in Tarmstedt ankam, wurden sie von Eltern und Freunde begrüßt. Überraschenderweise war auch der ehemalige Busfahrer Klaus Senf erschienen.
Senf hatte den Jugendchor elf Tourneen lang begleitet, während der derzeitige Fahrer Lutz Lindner (der sich beim Konzert in Völksen mutigerweise bei einem "Mitsinglied" zum Chor gesellte) auch schon fünf Konzertreisen absolviert hat.


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(selk-news, 15.10.2009)
Sogar Busfahrer Lutz leistete seinen Konzert-Beitrag
Jugendchor Tarmstedt zurück von Tournee
Tarmstedt, 15.10.2009 - selk- Mit einem Bündel neuer Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke und "etwas sehr müde" sind rund 30 Sängerinnen und Sänger des im Bereich der Tarmstedter Salemsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) beheimateten Jugendchores Tarmstedt von ihrer 16. Chor-Reise zurückgekehrt.
Acht Konzerte an neun Tagen konnten die "Chories" erfolgreich bewältigen. Der Tourstart war in Clenze im Wendland, dann folgten Auftritte in Wriedel im Landkreis Uelzen, Berlin, Klitten in der Oberlausitz, Mühlhausen in Mittelfranken, Alfeld-Brunkensen, Springe-Völksen und Hannover-Isernhagen. Ein "Tour-Team", das aus sechs Chormitgliedern bestand, hatte die Reise vorbereitet.
Die Auftritte fanden während dieser Tournee alle in Kirchen statt. Die unterschiedliche Akustik in den Gotteshäusern zu erleben, war für die Chormitglieder ausgesprochen interessant. In Hildesheim gab es bei einem Zwischenstopp zudem die Möglichkeit zu einer Akustikprobe in der Klosterkirche St. Michaelis. Drei Chorsätze wurden spontan "angetestet".
In der Mitte der Tour legte der Chor - wie auch bei den vorigen Tourneen - einen konzertfreien Tag ein, diesmal in Krummenhennersdorf am Rande des Erzgebirges. Das romantisch gelegene Freizeitheim war ideal, um den angespannten Stimmen Erholung zu geben, Schlaf nachzuholen und endlich körperliche Bewegung zu ermöglichen - nach soviel Sitzen beim Busfahren und Stehen in Proben und Konzerten! Ein "Farbiger Abend" ließ Raum für gemeinsame Spiele, Quiz-Fragen und lustige Beiträge.
Die Übernachtung erfolgte überwiegend in Privatquartieren. Dort haben die Tarmstedter sehr viel Gastfreundschaft erlebt. In Berlin wurde zwei Tenorsängern gesagt, sie würden "beim Bischof" übernachten. Die Sänger dachten, bei ihren Gastgebern handele es sich um "Herrn und Frau Bischof", um dann im Quartier zu erfahren, dass sie tatsächlich bei einem emeritierten Bischof der SELK, Dr. Jobst Schöne, D.D., und dessen Frau untergekommen waren.
Als das Ensemble wieder in Tarmstedt einrollte, begrüßte sie neben Eltern und Freunden auch der örtliche Herbstmarkt. Zur Überraschung aller war auch der ehemalige Busfahrer Klaus Senf erschienen. Er hatte den Tarmstedter Jugendchor auf elf Tourneen gefahren, während der aktuelle Fahrer Lutz Lindner nun auch schon fünf Konzertreisen absolviert hat. Einträchtig saßen sie in Tarmstedt nebeneinander. - Busfahrer Lutz Lindner hatte zuvor für eine Premiere gesorgt: Beim siebten Tour-Konzert in Völksen hielt es ihn nicht mehr auf der Zuschauerbank. Er stellte sich bei einem "Mitsinglied" zum Chor, um mit drei weiteren Gitarristen die Zuhörenden sowie die Sängerinnen und Sänger zu begleiten. Der Jubel innerhalb des Chores über diese mutige Aktion war groß.
Die nach den Konzerten von den Besucherinnen und Besuchern auf Zettel geschriebenen "Konzertechos" fielen überwiegend positiv aus, gaben aber ebenso gute Anregungen. Auch im Gästebuch auf der Internetseite des Chores (http://www.jugendchor-tarmstedt.de) ließen sich Konzertgäste vernehmen. Ein Besucher aus Mühlhausen schrieb: "Die FRANKEN danken!!! Es hat so viel Freude gemacht, Euch zuzuhören und Eure Begeisterung für die Lieder/die Musik/die Botschaft zu sehen und zu spüren. Egal welcher Art das jeweilige Lied war, ob fetzig (starke Gitarre!) oder sanft, immer habt Ihr uns (das Publikum) ganz leicht mitgenommen. Nicht nur durch Eure Kleidung, sondern vor allem die unterschiedlichen Musikstile, die wechselnde Leitung, Instrumentalbegleitung oder keine, zwischendurch die Talk Show, Mitsinglieder und und und haben das Konzert wunderbar BUNT und LEBENDIG gemacht! Danke, dass Ihr wieder bei uns gewesen seid!! Ich hoffe, Ihr kommt wieder!!!! Bis dann kann man sich ja mit der CD ,über Wasser halten'." Und eine Zuhörerin aus Berlin-Zehlendorf trug ein: "Euer Konzert gestern war echt klasse. Besonders gut gefallen haben mir die afrikanischen Lieder wegen ihrem Rhythmus, den man in der Luft richtig spüren konnte."





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(Neue Deister Zeitung, 13.10.2009)
Mit dem Jugendchor mittendrin statt nur dabei
Tarmstedter Gruppe zieht Völksener Kirchenbesucher in ihren Bann / Selbst der Busfahrer spielt mit
Völksen. Über 100 musikinteressierte Zuhörer fanden sich in der Völksener Johanneskirche ein und waren sofort "mittendrin" - genauso heißt nämlich das aktuelle Programm der Tour des Jugendchors Tarmstedt, der zum Konzert in das Gotteshaus geladen hatte.
"Mittendrin" heißt auch die mittlerweile sechste CD, die der Chor aus der Nähe von Bremen für seine Fans aufgenommen hat. Wie auch auf den Vorgängeralben finden sich darauf traditionelle Gospels und Spirituals, aber auch Eigenkompositionen aus dem Kreis des Jugendchors. Die rund 40 Musiker zwischen 14 und 40 Jahren fanden mit ihrer bunten Darbietung großen Anklang beim Völksener Publikum. Die abwechslungsreichen, aus fröhlichen Gesichtern schallenden Liedbeiträge wurden ergänzt durch kurze Talkshowparodien.

Sänger mit ganzem Herzen bei der Sache
Die schauspielerischen Einlagen, die das Publikum sichtlich amüsierten, sollten das Motto von CD und Programm ausführlicher erklären: Die Zuversicht eines Christen, bei Gott im Mittelpunkt zu stehen. Dem Konzertbesucher wurde schnell deutlich: Die Sänger, die vor ihnen standen, waren aus ganzem Herzen bei der Sache. Der Jugenchor Tarmstedt präsentierte sich als echte Mitmach-Gruppe, bei dem auch der Tourbus-Fahrer zur Gitarre griff. So klatschten und sangen die Völksener wie selbstverständlich mit, kamen mehr und mehr aus sich heraus, um schließlich selbst Teil des Chores zu werden und "Mittendrin" statt nur dabei zu sein.
Jugendchor Tarmstedt
Am Ende des beinahe zweistündigen Konzerts war es den Musikern unmöglich, sich ohne mehrere Zugaben von ihrem begeisterten, stürmisch Beifall klatschenden Publikum zu verabschieden. Auch Corinna Schielke, eigens aus Hildesheim angereist, sah die investierten Spritkosten bestens angelegt: "Ich habe noch nie einen so tollen, professionellen Jugendchor erlebt", sagte die 36-Jährige. Die Tarmstedter dankten ihrerseits mit freudigem Beifall für die bereitgestellten Übernachtungsmöglichkeiten in Völksener Familien, für das bereitgestellte "Abendessen, das uns beinahe zum Platzen gebracht hätte", sowie nicht zuletzt für ein "Super-Publikum".


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(Hannoversche Allgemeine Zeitung, 12.10.2009)
Jugendchor zaubert Lächeln in Gesichter
Die Sänger aus Tarmstedt gastieren bereits zum siebten Mal in der Johanneskirche
Völksen. Rund 100 Besucher sind am Sonnabendabend in der Johanneskirche Völksen vom Jugendchor Tarmstedt begeistert gewesen. Eine Diapräsentation zum Motto "Mittendrin" stimmte das Publikum auf den Abend ein. Zu dezenter klassischer Hintergrundmusik wurden Bilder zu den Themen Mensch, Tier, Natur, Urlaub, Technik und Sport gezeigt. Als die Chormitglieder tanzend, singend und klatschend in die Kirche einzogen, zauberten sie mit dem Lied "Wana Baraka" aus Kenia ein Lächeln auf die Gesichter der Menschen in den Bankreihen.
Die Programmauswahl fiel mit ruhigen Songs, schwungvollen Gospels und kirchlichen Liedern zum Mitsingen sehr abwechslungsreich aus. Der Gesang des Chores aus der Nähe von Bremen wurde mit dem Einsatz verschiedener Instrumente unterstützt. Zur Erheiterung der Zuschauer zeigte das Ensemble zudem sein schauspielerisches Talent in der Talkshow "Mittendrin". In den Szenen verdeutlichten die Akteure, wie wichtig der gute Zusammenhalt der Familie ist.
Der Jugendchor Tarmstedt wurde vor 16 Jahren gegründet und hat seitdem unter der Leitung von Wolf Warncke 248 Konzerte gegeben, davon sieben in Völksen. Während seiner Herbsttour 2009 gastiert der Chor in zehn Orten. Er trägt sich mit Spenden. Die Mitglieder übernachten oft in Gastfamilien. Der neue Busfahrer Lutz Lindner ist Ehrenmitglied. Lindner sang in Völksen zum ersten Mal mit und griff sogar selbst zur Gitarre.


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(Alfelder Zeitung, 12.10.2009)
St.-Martins-Kirche wird zum musikalischen Klanggarten
Brunkensen (gök). Mit "Talk op Platt" ging es los in der Bunkenser Kirche St.-Martin. Es handelte sich aber nicht um die erfolgreiche Talkshow des NDR - oder nicht nur. Denn auf Platt begrüßte Isving Janssen die etwa 80 Zuhörer in der Kirche zu einem außergewöhnlichen Konzert.
Zum zweiten mal nach 2001 hieß der Kirchenvorstand aus Brunkensen den Jugendchor Tarmstedt auf seiner Tournee durch Deutschland in Brunkensen willkommen. Acht Konzerte gibt des Chor auf seiner Herbsttour. Orte in Bayern, Sachsen, Berlin und Niedersachsen stehen auf dem Programm.
Jugendchor Tarmstedt
Die Musiker - nördlich von Bremen Zuhause - bieten einen Mix aus Gospel, Kirchenliedern und Liedern, die Freude bringen. Jedes Jahr üben die Sänger ein neues Programm ein. Das Motto in diesem Jahr ist "Mittendrin". "Mittendrin" steht für viele Dinge: Mitten im Leben oder mitten in der Talkshow. Einen ähnlichen Mix aus Konzert und Talkshow gab es wohl vorher noch nicht in dieser Gegend. Den Zuschauern wurde einiges geboten.
So durften sie regelmäßig mitsingen. Jedes Stück wurde von den Zuscahuern begeistert beklatscht. Wenn die Sänger sich nicht vor den Altar zum Singen begaben, mischten sie sich unter die Zuschauer und animierten sie zum Singen. Jedes Chormitglied wurde in die Aufführung einbezogen. Sei es als Ansager oder Dirigent.
Unter der musikalischen Leitung von Thorsten Gerdes und Wolf Warncke zeigte der Chor sein Können in der vollen Bandbreite.



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(Internetseite Kirchengemeinde Gistenbeck, 06.10.2009)
Jugendchor Tarmstedt begeisterte seine Zuhörer in der Clenzer Bartholomäus Kirche
Am vergangenen Samstag startete der Jugendchor Tarmstedt seine diesjährige Tournee in Clenze. Die etwa 30 Sängerinnen und Sänger werden in den Herbsfferien Konzerte in Niedersachen, Berlin, Sachsen und Bayern aufführen. Insgesamt liegen 1.700 Kilometer Busfahrt vor ihnen.
Im Konzeptprogramm "Mittendrin" des Chores war in Clenze eine Vielzahl geistlicher Chorstücke zu hören. Von Gospels über neue Arrangements aus dem Bereich der christlichen Popularmusik bis hin zu so genannten ernsthaften Kompositionen, wie etwa die Vertonung des "Benediktus" von Johan August Södermann, wurde den Zuhörern ein breites, abwechslungsreiches Repertoire dar geboten. Dabei wechselten sich Vokalkompositionen mit instrumental begleiteten Werken ab.
Der Jugendchor hat sich auf seine Tournee gut vorbereitet. Obwohl fast alle aufgeführten Werke den meisten Zuhören unbekannt waren, wurden sie durch die spürbar gute Dynamik der Aufführung von dem Rhythmus der Musik "mitgenommen". Besonders deutlich wurde das bei zwei Liedern, die alle Zuhörer zum Mitsingen animierten.
Die unterschiedlichsten Talente seiner Sängerinnen und Sänger zeichnet den Jugendchor aus. Alle Begleitinstrumente, wie Klavier, Orgel, Querflöte, Violine, Trompeten, Posaunen, Gitarren und Perkussionsinstrumente, werden von Chormitgliedern gespielt. Bei der Chorleitung wechseln sich vier Sängerinnen und Sänger ab. Der Titelsong für die Tournee wurde von der Chorsängerin Isving Janssen komponiert. Im Text wird das Konzeptprogramm zusammengefasst: Herr, du nimmst uns wie wir sind, baust keine Mauern, dein Reich ist grenzenlos und wir sind "Mittendrin".
Es gehört schon zur guten Tradition des Jugendchores, dass er sein Anfangs- oder Schlusskonzert in den vergangenen Jahren in der Südkreismetropole aufführt. Auch in diesem Jahr haben die jungen Akteure ihre Zuhörer begeistert. Das kam auch dadurch zum Ausdruck, dass das Konzert nicht ohne einige Zugaben beendet werden konnte. Nach dem Konzert freuen sich viele Zuhörer schon jetzt auf das nächste im südlichen Wendland.

Kalle Albers



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(Zevener Zeitung, 02.10.2009)
Zwei Clausnitze und ein Debütant
Tarmstedt. Sie sind schon weit herumgekommen, die Musiker des Tarmstedter Jugendchores. Und ab morgen sind sie erneut auf Tour durch deutsche Lande. An deren Ende steht am 31. Oktober ein Auftritt in der Tarmstedter Salemskirche - es wird der 250. sein. Am Rande der Proben für das große Ereignis berichten die Musiker über unvergessliche Erlebnisse und die anstehende Konzertreise.
Jugendchor Tarmstedt
Der 15-jährige Jan Dittmers geht jetzt zum ersten Mal als Sänger mit auf Tour. Sonntag 16.45 Uhr in der Salemskirche. Es ist "Instrumentenprobe", ohne Chor. Geprobt wird eine Partitur aus dem Abschluss-Konzert beim diesjährigen Kirchentag in Bremen. Chorleiter Wolf Warncke hat sich um die Aufführungsrechte dieses Stückes bemüht, das Teil des neuen Programms "Mittendrin - Neu" sein wird. Der erste Eindruck macht neugierig. Nach und nach trudeln auch die restlichen Chormitglieder ein. Sie bauen auf für den ersten Durchlauf des neuen Programms. Wolf Warncke sowie Kristina und Thorsten Gerdes schwelgen unterdessen draußen auf der Bank von ihren Tour-Erlebnissen seit 1994.
Es ging jedenfalls nicht immer alles glatt in den zurückliegenden 15 Jahren. So erinnert sich Warncke lebhaft an einen Besuch in den östlichen Bundesländern: "Wir waren um 15 Uhr pünktlich am Konzertort Clausnitz nahe Dresden. Aber es war niemand da, keine Plakate, nichts." Also ging er in die nächste Kneipe und fragte sich schlau. Ja, es gebe noch ein Clauswitz, südlich von Dresden im Erzgebirge, erfuhr er. Dieses schreibe sich mit "ß", das andere mit "s". Ein Zahlendreher in der Postleitzahl hatte das Missverständnis komplett gemacht. Blieb nur noch eine Frage offen: wie weit es denn bis Clausnitz sei. 80 Kilometer, hieß es. Dort verspätet angekommen war die Kirche ungeheizt, die Posaunen froren ein, der Chor sang mit Jacken und Handschuhen.
Glimpflicher ging es bei einer anderen Tour ab, als nach einem Stopp an einer Autobahnraststätte im Bus alle durchgezählt wurden und man zum Ergebnis kam, es müssten alle da sein. Nach einigen Kilometern wurde dann doch jemand vermisst, der noch kurz auf Klo gegangen war. Umdrehen war auch nicht möglich, man fuhr die nächste Raststätte an, wo der vergessene Sänger sich als Tramper dann auch wieder einfand.
"Zu der Zeit gab es noch keine Handys", bemerkt Kristina Gerdes. "Auf Tour passiert immer viel." So wurde sie mit einer Zimmergenossin - die Chormitglieder übernachten immer privat - im vierten Stock in Stuttgart versehentlich von der Hausherrin eingeschlossen. Sie mussten aber los und kletterten dann im vierten Stock von ihrem Balkon zum Nachbarbalkon, wo das Fenster eines Büros offenstand, über das sie unten im Haus Zugang zum Reserveschlüssel hatten.
Dass auch "Gorbi" ihre Musik zu hören bekam, haben sie dem Tarmstedter Piloten Peter Schlesselmann zu verdanken, der gelegentlich auch Promis fliegt. Dem haben sie zwei ihrer CDs mitgegeben. "Es ist auch immer toll, in solchen zu Kirchen singen, wo sonst nur die ganz Großen auftreten", sagt Kristina Gerdes. "Aber man hat jedes Jahr total viel Arbeit vor der Tour und man fragt sich, wofür man das eigentlich macht. Aber man kriegt von den Zuhörern so viel wieder." Und Thorsten Gerdes ergänzt: "Das ist positiver Stress."
Jugendchor Tarmstedt
"Jede Tour ist anders", sagt Wolf Warncke. Das wird wohl auch der 15-jährige Jan Dittmers aus Tarmstedt bald erfahren. Er geht in diesem Jahr zum ersten Mal als Sänger mit auf Tour. Zwar war er letztes Mal schon als Helfer dabei, aber nun singt er als Tenor mit. Wie stellt er sich die Tour vor? "Auf jeden Fall wahnsinnig toll. Aber stressig wird das sicherlich auch, jeden Tag zu singen. Und dann die Busfahrten von Ort zu Ort."
Wenn sich der Jugendchor Tarmstedt zum Proben trifft, dann herrscht vor dem geordneten Miteinander zunächst reges Gewusel. Wenn die Sänger am 31. Oktober in der Salemskirche ihr 250. Konzert geben, wird davon sicher nichts zu spüren sein.
Fotos: rsk



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(Wümme-Zeitung, 01.10.2009)
Acht Konzerte in neun Tagen
Tarmstedt. Spannend wird es bestimmt, aber auch anstrengend, vermutet Jan Dittmers. Vor ihm und seinen Sängerkollegen des Tarmstedter Jugendchors liegt die diesjährige Tournee. Über 1700 Kilometer werden sie dann im Bus zurücklegen. Auf dem Tourplan stehen acht Konzerte in Niedersachsen, Berlin, Sachsen und Bayern, Sonnabend, pünktlich um 8 Uhr, ist Abfahrt.
Jan Dittmers kennt das Prozedere bereits, im vergangenen Jahr hat er den Chor schon begleitet. Eingetreten ist er allerdings erst danach - angesteckt vom Fieber und der Begeisterung der jugendlichen Sängerinnen und Sänger. Eine davon ist Carina van den Enk, es ist bereits ihre dritte Tournee. 'Das ist so ein ganz bestimmtes Gefühl', versucht sie die Stimmung zwischen Lagerkoller und Gemeinschaft zu beschreiben. 'Man ist nie allein, aber wenn man dann wieder zu Hause ist, fehlen einem die Leute und man freut sich, sie wieder zu sehen.' Das Gefühl für die Gemeinschaft ist es, was sie schätzt - auch wenn im Stress der Ton schon mal ein wenig rauer werden kann. 'Aber man muss einfach Hand in Hand arbeiten', betont die 17-Jährige.

Mehr Aufgaben als nur der Chor
Überhaupt ist die Tournee und deren Organisation ein Gemeinschaftsprojekt. Jedes der Chormitglieder zwischen 14 und 40 Jahren übernimmt mindestens eine der vielen Aufgaben, so verteilt sich die Last, weiß Chorleiter Wolf Warncke. Dazu gehört - freiwillig, betont er - Plakate aufzustellen, Spenden zu sammeln, der CD-Verkauf, die Einrichtung der Bühne mit Mikros, Noten und Licht, Verpflegung, die Quartieraufteilung oder eben auch die Ansage, was im Bus wohin soll. Aber, so sagt der 15-jährige Jan, das wisse man. 'Wenn man mitfahren will, beinhaltet das auch, dass man hilft.'
Jugendchor Tarmstedt
Manche der Kirchen, in denen das 'Mittendrin'-Progamm präsentiert wird, kennt der Chor bereits - zum Beispiel Klitten, von dort stammt die Frau des Pastors aus Hepstedt. In Hannover begibt sich der Chor auf unbekanntes Terrain. 'Eine Tour bietet immer viele Überraschungen', weiß Warncke und erinnert sich an einen Auftritt in Memmingen, bei dem es nicht genügend Quartiere gab. 'Da wurde dann im Keller übernachtet - und das im Winter.' Bei dieser Tour soll das nicht so sein.
Organisiert werden die Gastfamilien oder Unterkünfte in Turnhallen oder Gemeinderäumen von den Kirchengemeinden. Die haben den Chor entweder eingeladen oder sie wurden gezielt angesprochen, um die Lücken auf der Karte zwischen zwei Auftritten zu füllen. Verantwortlich dafür ist das Tour-Team, das nach den Herbstferien bereits für 2010 plant. Die Richtung, in die es geht, kristallisiere sich dann heraus. Am Wochenende geht es erst nach Clenze, dann nach Wriedel, über Berlin und Klitten nach Mühlhausen in Bayern, schließlich über Brunkensen, Völksen und Hannover wieder zurück.

Anstrengend, aber auch schön
Damit es auf so engem Raum kein böses Blut gibt, werden mindestens zwei Feedbackrunden einberufen, bei denen auch mal Luft abgelassen werden kann. 'Die Tour in so einem Haufen ist ganz schön und auch ganz schön kompliziert', bringt es Jan auf den Punkt. Warncke lobt das Miteinander unter den Sängern - trotz des Altersunterschiedes. Und außerdem: Jeder der Mitfahrer kehre auch mit schönen Erinnerungen zurück. Zum Beispiel an ein spontanes Konzert in der Gedächtniskirche oder unter dem Nordostseekanal in Rendsburg.
Auch bei den geplanten Konzerten: Wenn das Publikum in der vollen Kirche aufsteht und mitklatscht, zum Beispiel, sagt Carina. Sie schätzt auch das Treffen mit den Gasteltern. 'Am liebsten würden die mit uns noch bis morgens reden, da ist es fast unhöflich, wenn wir ins Bett müssen', erzählt sie. Überhaupt lerne man viel über andere Mentalitäten. Franken zum Beispiel seien sympathisch, aber ganz anders als die Menschen hier. Manchmal bleibe sogar Kontakt mit den Gasteltern bestehen, die auch die Konzerte begeistert besuchen. 'Das ist ein gutes Gefühl, etwas erreicht zu haben.'



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